Deutsche Meisterschaften Junioren 1 / Senioren in Aachen am 18./19. Okt. 2014


Für einige Sportler des Dresdner SC begannen die Herbstferien schon einen Tag eher, denn am Freitag, den 17. Oktober, fuhren vier Kleinbusse mit Sportlern, Trainern und Fanclub einmal quer durch die Republik nach Aachen zur Deutschen Meisterschaft der Sportakrobatik - Junioren 1 und Senioren.
Am Samstagmorgen nahm der Fanblock in einer nüchternen Ballsporthalle platz und bereitete sich vor, die Dresdner SportakrobatInnen mit Daumendrücken und Jubeln zu unterstützen oder auch, falls nötig, Trostpflaster zu verteilen. Für die meisten der mitgereisten Formationen bedeutete dieser Wettkampf, sich zum ersten Mal im gesamtdeutschen Rahmen in der nächsthöheren Altersklasse zu präsentieren. Viele starteten bis zum Sommer noch in der AgeGroup. Das hieß von August bis Oktober den Schwierigkeitsgrad der Übungen zu erhöhen, um bei den Junioren 1 (11 bis 18 Jahre) turnen zu können. Für zwei Formationen war es sogar der Sprung in die Seniorenklasse (ab 13-20 Jahre), sie hatten sich damit den noch höheren Schwierigkeiten zu stellen.
Und gemeistert haben es alle und das Sahnehäubchen: alle Formationen haben es gleich beim Einstand auf´s Siegertreppchen geschafft!


Aber nun der Reihe nach:
Sarah, Annie und Johanna traten bei allen drei Übungen mit vollem Vorwert an und waren wie gewohnt spritzig und ausdrucksstark. Deutscher Vizemeister können sie sich nun nennen. Bei der Balance gab es einen Zeitfehler und in der Dynamic landete eine große Zehe auf der Linie (-0,1). Da die drei auch in der höheren Altersklasse in der „Treppchen-Liga" mitspielen, ist der Abstand zwischen den Platzierten sehr gering und auch kleine Fehlerchen können fatale Folgen haben. Das Trio aus Schwerin wurde Deutscher Meister und auch das Ebersbacher Trio zählt zu den Mitbewerbern sowie ein neues Trio aus den eigenen Reihen, nämlich......
Rosa, Lilly und Kinga haben einen Schnellstart hingelegt, von Null auf Platz 3 im Mehrkampf und das bei 15 Startern. Das war einen toller Einstieg ins bundesdeutsche Wettkampfgeschehen. Dafür, dass die drei noch gar nicht so lange zusammen turnen, sehen die Übungen schon sehr rund aus und die schwierigeren Juniorenelemente meistern sie bereits gut. Nun gilt es noch weiter zu „feilen" und die Schwierigkeiten auszubauen, damit auch alle drei Übungen einen vollen Vorwert haben.
Wenn man die Altersklasse wechselt, dann kann es Eltern bei der langfristigen Urlaubsplanung schon mal passieren, dass man denkt, na den Wettkampf muss mein Sohn ja noch nicht mitmachen, und man bucht den Flug. Und dann „Mist, er hätte ja doch starten können..." Naja, aus einer Herrengruppe kann man ja zum Glück ein Herrenpaar machen. Und so starteten von den „lustigen Vier" nur Sebastian und Tom als Duo. Übrigens ging es dem zweiten Vierer dieser Altersklasse aus Möbisburg genauso – auch sie nutzten die Chance als Herrenpaar anzutreten. Die drei deutschen Meistertitel steckten Sebastian und Tom klar in ihre Tasche, auch wenn es bei den Balanceelementen so einige Zeitfehler gab. Der Fanblock witzelte schon, dass wohl die fehlenden Beiden sonst das Zählen übernehmen.
Mara und Richard stellten sich der Junioren 1-Herausforderung und wagten sich ebenso an die höheren Schwierigkeiten, die gingen auch alle gut, aber ein einfaches Element, welches die beiden schon seit Jahren turnen, ging ab und kostete ziemlich Punkte und so gab es zum Schluss „nur" denn Vizemeister. Trotz großer Enttäuschung und argem Rückstand turnten sie ihre Dynamic- und KombiÜbung wieder mit strahlendem Lächeln und verließen hier die Matte jeweils als Punktsieger (Dynamic gemeinsam mit SC Riesa). Bei den Mixpaaren sah man die ganze Bandbreite, ein Paar turnte sehr anspruchsvolle und risikoreiche Elemente, welche dann teilweise noch nicht gelangen. Ein anderes Paar turnte die Elemente nur auf halber Höhe und nicht mit gestreckten Armen. Auch die Choreografien reichten von kindlich bis SeniorenNiveau.
Apropos Senioren.

Wir hatten ja auch noch zwei Formationen in dieser Altersklasse mitgebracht. Katharina, Laura und Flora (eigentlich noch startberechtigt für die Junioren 1!) entschieden ganz klar mit fast 4 Punkten Vorsprung den Kampf um den deutschen Mehrkampf-Meistertitel bei den Damengruppen (Senioren). Käthe und Laura waren vor einer gefühlten Ewigkeit wohl schon mal in Aachen am Start, damals noch als ganz „Lütte" und da ging noch so einiges schief (Choreografie vergessen, Pyramide zusammengebrochen...). Doch nun sind sie in der Meisterklasse angekommen und turnen souverän drei anspruchsvolle Übungen.
Und natürlich die „Phantastischen Vier"..... Die bringen es doch tatsächlich fertig, dass mal die ganze Halle jubelt. Aber sie haben ja auch was zu bieten. 3-fach Salto und noch weitere verrückte geschraubte und gedrehte Würfe und Landungen und tolle Choreografien. In Dynamic und Kombi gab es noch kleine Unsicherheiten, aber ihre BalanceÜbung trieb sogar das Kampfgericht zu Höchstleistungen an – erstmals über 27 Punkte und am Ende ganz klar 3 xDeutscher Meister – verdient, auch wenn sie nur Alleinstarter waren.
Das Finale war sehr spannend und angenehm war, dass die Kategorien nicht vermischt wurden. Also z.B. alle Damengruppen starteten vom letzten Platz beginnend bis zum ersten Platz. So gewann man als Zuschauer und Mitjubler einen wirklich besseren Überblick. Wie immer saßen wir weit ab vom Schuss und wussten uns für manchen Abzug oder manch (gefühlt) zu niedrige Wertung erst einmal keinen Rat. Die Erklärung versuchten wir dann zwar von den mitgereisten Trainern oder „alten Hasen" einzuholen, aber manches blieb trotzdem „im Dunklen". Warum bekommt eine Formation Abzug, wenn eine Pyramide seitenverkehrt aufgemalt ist? Oder warum werden manche Sachen hart bestraft und andere bekommen bei drei Stürzen noch eine Technikwertung von 7,6 ? Die Einzelwertungen gingen teilweise sehr stark auseinander (bis zu 1,6 Pkt. Unterschied). Aber, dass ist Sache des Kampfgerichtes und entzieht sich unserer Gewalt. Zu beneiden sind die Kampfrichter nicht, denn natürlich ist der mitgereiste Fanclub subjektiv ...hat er ja meist das ein oder andere Kind, da unten auf der Matte und das gilt es dann wieder aufzubauen und zu trösten, wenn die Wertung unerklärlich oder eben „gefühlt unfair" ist und jeder weiß ja, was für Herzblut, Schweiß und Fleiß in so einer Übung stecken.
Aber es geht ja immer weiter und siehe Käthe und Laura, die vor vielen Jahren in Aachen eher über die Matte stolperten als turnten........ nun sind sie in der Königsklasse Deutscher Meister!

10 Deutsche MeisterTitel, 4 Deutsche VizeMeisterTitel und 3 Bronzemedaillen brachte diese Mannschaft am Sonntag Abend mit nach Dresden - keine Formation blieb ohne Edelmetall!! - Wir gratulieren allen SportlerInnen und Ihren Trainer ganz herzlich!

Und nun geht es für alle Formationen der Junioren 1 weiter zur Deutschen Meisterschaft der Junioren 2, denn mit ihren "SiegerTreppchenPlätzen" haben sie sich nämlich allesamt für diese Meisterschaft qualifiziert.

Also auf nach Mainz!
Anne Dittrich

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