Deutsche Meisterschaft der Jugend in Mainz - 28./29. Mai 2016

WM-Teilnehmer bestätigen Favoritenrolle!


65 Tage nach dem WM-Finale der Age Group 11-16 fand am vergangenen Wochenende die Deutsche Meisterschaft der Altersklasse Jugend in Mainz-Laubenheim statt. Bis auf Daniel Blintsov und Sneschana Sinkov, die wie bekannt nicht mehr gemeinsam auf der Wettkampfmatte zu sehen sein werden, stellten sich alle WM-Teilnehmer den kritischen Augen des Publikums sowie der Kampfrichter!


Drei der fünf Formationen gelang es, sich alle drei Deutschen Meistertitel zu sichern. So gewann das Herrenpaar Nils Beuven und Erik Pohl vom SC Riesa mit großem Vorsprung die Konkurrenz der Herrenpaare vor dem Paar Erik Fleischmann und Valentin Brendler aus Uhingen und in Balance dem Paar aus Dresden mit Philippe Dressler und Aaron Borck. Wobei Nils und Erik in der Kombi-Übung erstmals einen Doppelsalto präsentierten.


Sascha Jeriomkin und Kim Nele Fuhrmann sicherten sich mit drei sauberen Vorstellungen, bei denen einem vor allem die Freude, die beide gemeinsam auf der Wettkampfmatte haben, auffällt und ansteckt, ebenfalls alle Titel souverän vor dem Mixed Paar des Dresdner SC mit Florian Borcea-Pfitzmann und Samira Rawolle.


Bei den Damenpaaren war der Kampf um Platz eins am umstrittensten. Dreimal Gold ging zum Schluss an das Damenpaar vom TSV Friedberg mit Nicole Boxler und Sophie Kirschner. Sie überzeugten vor allem in Balance und Tempo mit ihren sehr synchronen und schwungvollen Choreographien sowie sauberen Elementen. Der Vorsprung vor den zweitplatzierten Gina Lee Nickler und Pia Schütze vom SC Hoyerswerda war in allen Übungen hauchdünn. Ich denke, dass mir einige zustimmen, wenn ich sage, dass der Mehrkampf-Meistertitel an die beiden jungen Damen aus Sachsen hätte gehen sollen. Ihre Kombi-Übung war gespickt mit hohen Schwierigkeiten und außergewöhnlichen Elementen, welche sie mit Leichtigkeit und viel Applaus präsentierten. Die Kampfrichter sahen dies jedoch offenbar anders als das Publikum.


Die Damengruppe des Dresdner SC Jasmin Meyer, Lena Jasef und Leonie Zado verschenkte einen Deutschen Meistertitel durch einen Zeitfehler in der Balance-Übung, der sie auf Rang vier platzierte. Durch eine saubere, schwungvolle Tempo-Übung und eine souveräne Kombiübung konnte ihnen diese beiden Titel aber niemand streitig machen.
Der einzige Deutsche Meistertitel, der somit nicht an eine Formation der Nationalmannschaft verteilt wurde, ging gleich an zwei Formationen: Gemeinsam mit Lea Gellner, Celine Nikol und Saskia Meyer aus Dresden siegten in der Balance-Übung auch Isabell Specht, Vanessa Rapp und Alina Dunkel aus Pfungstadt. Letztere waren im Übrigen die einzige Damengruppe, welche die Meisterschaft mit drei Medaillen beendete, neben Gold in Balance gab es für sie noch zweimal Silber. Alle anderen verfehlten mindestens einmal das Siegerpodest. Eine Bronzemedaille in Tempo sicherten sich zudem Flora Sochor, Emilie Franzen und Alexa Krause vom Dresdner SC.

Drei Schülerformationen auf dem Podest
Einige Schülerformationen ließen sich die Chance nicht nehmen, die "Großen" ein wenig zu ärgern.
Vor allem dem Damenpaar des SC Hoyerswerda mit Lena Bednarz und Lotte Tröster gelang dies mit Bravour. In Balance und im Mehrkampf sicherten sie sich durch eindrucksvolle Vorstellungen die Bronzemedaille und zeigten eindeutig, dass in Zukunft immer mit ihnen gerechnet werden sollte. In Tempo wurde ihnen die Bronzemedaille knapp durch Vivian Krabbes und Leni Scherenberger vom BC Eintracht Leipzig (ebenfalls noch Schüler) weggeschnappt. Sie zeigten unter anderem den einzigen Doppelsalto in der Konkurrenz der Damenpaare.
Die dritte erfolgreiche Schülerformation kommt mit Clara Blechschmidt, Yolantha Thoss und Kira Lorenz vom SAV Schwarzenberg. Ihnen gelang in Balance und im Mehrkampf der Sprung aufs Podest. Da sicherten sie sich zweimal Bronze.

Kurz zusammengefasst...
Nur fünf Formationen schafften es über die Hürde der 27 Punkte.
Nicole Boxler und Sophie Kirschner (B: 27,7; T:27,55; K: 27,2)
Gina Lee Nickler und Pia Schütze (B: 27,6; T:27,5; K: 27,0)
Lena Bednarz und Lotte Tröster (B: 27,15)
Sascha Jeriomkin und Kim Nele Fuhrmann (B: 27,0; T: 27,35)
Nils Beuven und Erik Pohl (B: 27,15)

Das Leistungsniveau der Damenpaare war wesentlich höher als das der Gruppen. Die jeweils beste Gruppe hätte es in allen drei Übungen bei den Damenpaaren nicht einmal aufs Siegerpodest geschafft.
Der Ausrichter SAV Mainz-Laubenheim stellte eine gut funktionierende Meisterschaft auf die Beine, die ohne Zwischenfälle vonstattenging, der jedoch auch einiges an Pep gefehlt hat, wobei der Ausrichter nicht eine einzige Formation am Start hatte.

Der Siegerehrung wurde zu wenig Beachtung geschenkt: Es fehlte würdige Musik, die meisten Zuschauer und Sportler waren nicht mehr in der Halle und auch von den Medaillen hatte sich der eine oder andere sicherlich etwas mehr erhofft.
Dabei wünscht sich doch jeder Sportler Anerkennung für seine gezeigten Leistungen. Darum sollte es meiner Meinung nach Pflicht sein, dass alle, seien es Sportler, Trainer, Kampfrichter oder Zuschauer, ganz bis zum Ende des Wettkampfes bleiben: Gemeinsame Eröffnung, gemeinsamer Schluss!

 

Geschrieben von Katharina Bräunlich

 

 

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